Das elektronische Gruppenbuch

Die zunehmenden Anforderungen an Jugendhilfeeinrichtungen im Hinblick auf Qualitäts- und Leistungsstandards betreffen im besonderen Maße auch das Dokumentations- und Berichtswesen.

 

In vielen Einrichtungen ist das sog. Gruppenbuch (ein Klassiker der Jugendhilfe in Kladdenform) das Medium, in dem die Mitarbeiter Tagesaktualitäten, Vermerke, Eindrücke, Termine etc. sowohl für die Gruppe als auch für einzelne Kinder / Klienten festhalten.

 

Die Aufzeichnungen erfolgen tagesaktuell, sie sind authentisch, facettenreich und bilden in ihrer Gesamtheit eine ergiebige “Fundgrube” für höchst differenzierte Informationen. Leider ist durch die unstrukturierte Aneinanderreihung der Gruppenbucheintragungen eine gezielte bzw. systematische Auswertung nur eingeschränkt möglich und sehr mühsam.

 

Die elektronische Datenverarbeitung hat in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Jugendhilfe gefunden, doch die Ergebnisse, die mit Standardsoftware erzielt werden können, sind unbefriedigend bzw. erfordern fortgeschrittene Anwender-Kenntnisse

 

Hier schließt das elektronische Gruppenbuch eine Lücke.

Grundgedanke ist, die klassische Kladde durch ein benutzerorientiertes

(einfach zu handhabendes) PC-Programm zu ersetzen.

 

 

FWF Data hat in Kooperation mit Jugendhilfeeinrichtungen ein PC‑Programm entwickelt, das im Aufgabenfeld der Durchführung von Hilfen zur Erziehung gem. §§ 27 ff. SGB VIII

 

  • die qualifizierte und strukturierte Erfassung und Auswertung von sozialpädagogischen Aufzeichnungen leistet

 

  • und die erfassten Aufzeichnungen für die Erstellung von Berichten in strukturierter Form zur Verfügung stellt. Dabei werden die individuellen Hilfeplanvorgaben für die einzelnen Kinder in den Mittelpunkt gestellt.

 

Darüber hinaus verfügt das Programm über eine Stammdatenverwaltung, einen Kalender mit Optionen für unterschiedliche Terminmodifizierung, ein Adressbuch mit praxisorientierten Funktionen und ein Zusatztool für die speziellen Anforderungen ambulanter Fachdienste.

 

 

Qualifizierung des Hilfeplanverfahrens

 

Bei der Abwicklung von “Hilfen zur Erziehung” gem. §§ 27 ff. SGB VIII ist die Strukturierung des Hilfeplanverfahrens längst ein fachlicher Standard geworden. Qualität und Erfolg von Hilfeverläufen werden u. a. davon beeinflußt, wie differenziert und unmißverständlich die Hilfe im individuellen Hilfeplan konzipiert wird. Je konkreter Hilfeplanverabredungen auf der Handlungsebene getroffen werden, desto besser sind sie in der Praxis zur Zielorientierung pädagogischen Handelns geeignet. 

 

Das „elektronische Gruppenbuch“ ist ein pädagogisches Dokumentationsprogramm. Das Programm versetzt die anwendende Einrichtung in die Lage, Hilfeverläufe zu dokumentieren, zu strukturieren und für das Hilfeplangespräch mit dem Jugendamt aussagekräftige Informationen über den Verlauf eines Hilfeplanabschnittes in ansprechender Berichtsform vorzulegen. 

 

Das Programm strukturiert das Hilfeplanverfahren und gestaltet die Schnittstelle zwischen der Jugendhilfeeinrichtung und dem Auftragsjugendamt im Einzelfall. Schwerpunkt des Programms ist die Erstellung des Berichts zur Vorbereitung des Hilfeplangesprächs mit dem Jugendamt.